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In der Landschaftspla­nung und im Naturschutz spielen Geotope eine immer größere Rolle. Geotope können als Naturdenkmäler oder Bodendenkmäler geschützt sein.

Wo Geotope vorhanden sind, ist somit Expertenwissen gefragt: Beispielsweise bei der Erweiterung eines Steinbruchs, der Erschließung eines Gewerbegebietes oder der Anlage eines Sportplatzes. Beim Aufeinandertreffen von verschidensten Interessengruppen müssen sinnvolle Lösungen für den Schutz sowohl von Biotopen als auch von Geotopen umgesetzt werden. Dies gilt in besonderem Maße bei der Neuausweisung von Schutzgebieten und Naturdenkmälern.

Ich bin Geologe und mein büro für geotopschutz hat sich auf geologische Gutachten und die Beratung von Städten und Gemeinden sowie Planungsbüros spezialisiert. Sollten Sie meine fachliche Unterstützung bei einem Projekt benötigen oder an einer Kooperationspartnerschaft interessiert sein, stehe ich gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.

Die erstellten Gutachten für Umweltverträglichkeitsprüfungen bzw. Umweltverträglichkeitsstudien (UVP/UVS) oder Landschaftspläne stehen im Einklang mit den geltenden Landschafts- und Naturschutzgesetzgebungen. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit den Unteren Landschaftsbehörden, Biologen und den Geologischen Diensten der Länder.

Außerdem beurteile ich die Eignung von Geotopen zur öffentlichen Präsentation und entwerfe Neuplanungen und Pflegemaßnahmen von Naturlehrpfaden oder geotouristischen Objekten in Geoparks.

Für die geologische Öffentlichkeitsarbeit erstelle ich Texte für Informationsmedien wie Faltblätter, Prospekte, Broschüren, Plakate, Banner, Erläuterungs- und Schautafeln. Dabei ist es das oberste Gebot, wissenschaftliche Inhalte allgemein vertändlich und klar zu formulieren und auch grafisch zu unterstützen.



Felsen, Klippen und Höhlen gehören zu den markantesten und einprägsamsten Landschaftselementen. Sie werden als Geotope bezeichnet. Sie besitzen häufig einen hohen Identifikationswert für das Wohn- und Lebensumfeld der Menschen, also für deren Heimat. Geotope werden immer häufiger als geotouristische Sehenswürdigkeiten einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Mit dem Begriff Geotop (der oder das Geotop) werden seit Anfang der 1990er Jahre geologische Objekte in Geowis­senschaften und im Natur- und Landschaftsschutz benannt. Alleine in Nordrhein-Westfalen sind rund 3.500 Geotope beim Geologischen Dienst registriert. Bundesweit bedeutende Geotope sind zum Beispiel der Drachenfels bei Bonn oder die „Grube Messel“ bei Darmstadt.

Die komplette Nutzung der einzigartig gut erhaltenen artenreichen Fossilfundstelle „Grube Messel“ als Deponie wurde 1995 durch die Ernennung zum UNESCO-Weltnaturerbe verhindert. Der Drachenfels am Rhein wurde bereits 1828 samt Burgruine im Geiste der Rheinromantik unter Naturschutz gestellt. Er stand im Jahr 1842 nicht mehr für den Weiterbau des Kölner Doms zur Verfügung und ist das erste amtliche Naturschutzdenkmal in Deutschland.

Ein Großteil der Geotope wurde durch anthropo­gene Prozesse erst sichtbar. Seit der Antike und im ganz besonderen Maße seit dem Mittelalter wurden ganze Landschaftsteile flächen­haft, linear oder punktuell durch den Men­schen verän­dert. Geotope sind häufig Relikte dieser Eingriffe in die Landschaft und können teil­weise auch Kulturdenkmäler (bzw. Bodendenkmäler) darstellen.

Die erste für die deutsch­sprachigen Staaten verbindliche Definition für Geotope befindet sich in der „Arbeitsanleitung Geotopschutz in Deutschland“ des Bundesamtes für Naturschutz von 1996: „Geotope sind erdgeschichtliche Bildungen der abiotischen Natur, die Kenntnisse über die Entwicklung der Erde oder des Lebens vermitteln. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralen und Fossilien so­wie einzelne Naturschöpfun­gen wie Quellen, Höhlen, Gletscherspuren und natürliche Land­schaftsteile.“


Ziele des Geotopschutzes sind die Erhaltung von geologischen Aufschlüssen als „Archive der Erdgeschichte“ für Lehre und Forschung, sowie für die interessierte Öffentlichkeit. Dabei werden nur solche geologischen Landschaftselemente geschützt, die sich durch besondere erdgeschichtliche Bedeu­tung und Seltenheit oder durch land­schaftsästhetische Ge­sichtspunkte hervorheben.

Die komplette Nutzung der tertiären Fossilfundstelle „Grube Messel“ als Deponie wurde 1995 durch die Ernennung zum UNESCO-Weltnaturerbe verhindert. Das „fossile Biotop“ belegt mit 100 Pflanzenfamilien, 43 Vogel-, 31 Reptilien-, 8 Fisch- und 5 bisher ausgegrabenen Amphibienarten eindrucksvoll seine wissenschaftliche und öffentliche Bedeutung.

Einige Geotope werden als Archive für die Klimatologie genutzt. Die aus Sedimentgesteinen gewonnenen Proxydaten (z. B. mittels Warvenchronologie oder Isotopen-Analysen) werden zur Rekonstruktion des Paläoklimas herangezogen und dienen der Modellierung von Klimaszenarien.
Geotope stellen häufig wertvolle Lebensräume für seltene Arten dar, denn der Geotopschutz trägt zum Er­halt der Geodiver­sität bei. Die Geodiversität ist die abiotische Lebensraumgrundlage für die Arten und ausschlagge­bend für den Erhalt einer größtmög­lichen Biodiversität. Ferner gehören grundsätzlich „Geologie und Relief“ zu den wichtigen Eigenarten und der ästhetischen Vielfalt von Landschaft.




DGG - Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften (Fachsektion Geotop)

DLKG - Deutsche Landeskulturgesellschaft

UVP-Gesellschaft - Gesellschaft für die Prüfung der Umweltverträglichkeit

 
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